#32: Aktienmärkte unter Druck? Mario Künzel ordnet Zinsen, KI und USA ein

Shownotes

Im aktuellen Patriarch Power Podcast spricht Moderator Martin mit Mario Künzel, Investmentstratege bei DJE, über die aktuelle Lage an den Kapitalmärkten und die entscheidenden Fragen für Anleger im Jahr 2026. Trotz geopolitischer Risiken, steigender Ölpreise, Inflationsdruck und robuster US-Arbeitsmarktdaten zeigen sich die Aktienmärkte weiterhin erstaunlich stabil. Gemeinsam ordnen die beiden ein, warum das so ist und welche Faktoren die Börsen derzeit wirklich bewegen.

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00:00:00: Herzlich willkommen zu Ihrem PPP dem Patriarch Power Podcast.

00:00:05: Heute zu Gast Mario Künze.

00:00:07: Investment Strategie der Firma DE.

00:00:25: Ich bedanke mich, dass du dir Zeit genommen hast mit uns zu sprechen.

00:00:28: Sehr gerne!

00:00:29: Das Thema Investment Strategien ist mit Sicherheit ein ganz wichtiges.

00:00:34: Du bist der Investment-Strategie von DE.

00:00:37: Hast ihn aus meiner Sicht seit vielen Jahren hervorragend über die Märkte.

00:00:42: Ein Blick über die Märkte heißt ab und zu ja auch mal in den Rückspiegel schauen.

00:00:47: Wie siehst denn du die Steigerung an den Aktienmärkten in den letzten Wochen, Monaten trotz den ein oder anderen Risiken, die wir politisch auf der Welt haben?

00:00:57: Ja es ist tatsächlich sehr interessant Lieber Martin.

00:01:00: das ist das Thema womit wir uns auch intensiv bei D&E beschäftigen.

00:01:05: was war denn eigentlich der Grund für diesen Erfolg?

00:01:08: einen Börsen?

00:01:09: ich meine Lass uns das doch mal anschauen.

00:01:11: Wir haben Konflikte im Nahen Osten mit Ölpreissteigerung, mit Inflationssteigerungen gehabt und Krieg in der Ukraine.

00:01:18: Wir habe eigentlich so viele geopolitische Veränderungen und Neuordnungen, dass man eigentlich rasch sein muss, dass die Aktienmärkte so resilient oder stabil und widerstandsfähig sind.

00:01:31: Deswegen lohnt sich dann auch der Blick ein wenig in die Tiefe.

00:01:35: was ist eigentlich Ausschlag eben dafür?

00:01:38: dass der Markt so stabil bleibt?

00:01:41: und da gibt es aus meiner Sicht zwei Hauptgründe.

00:01:44: Der erste Grund ist, naja... Es ist nun mal nach wie vor so das die KI oder alles was drum herum ist, die ganze Infrastruktur.

00:01:53: Die KI ist ja nicht bloß die Anwendung.

00:01:56: Da geht's um Hardware, da gehts um Zulieferer, da gehts um Cybersecurity, da gehts um Software und dann auch um Anwendungen.

00:02:05: dieses Diese ganzen Infrastrukturen haben dafür gesorgt, dass die Märkte gestiegen sind und in der Breite haben wir leider nicht so eine gute Entwicklung gesehen.

00:02:15: Das heißt erstes kleines Signal für Vorsicht gar keine Frage!

00:02:20: Und das zweite was natürlich auch ganz wichtig ist für die Börsen ist wie geht es denn weiter mit dieser ganzen monetären Entwicklung?

00:02:27: Da haben ja diese Situation dass wir durch diese Kriege natürlichen Inflationssteigungen haben und die erhofften Zinssenkungen, die auch eingepreist waren Anfang des Jahres noch, bleiben wohl nun aus.

00:02:44: Also sehr wahrscheinlich sogar.

00:02:46: Wir müssen eher sogar mit Zins Anhebungen rechnen.

00:02:49: So jetzt klingt das natürlich alles erstmal etwas... vorsichtig und vielleicht sogar besorgniserregend, aber das ist das lieber Martin was man sich immer wieder vor Augen halten muss.

00:03:01: Diese Gemengelage die wir im Moment haben sorgt für Korrektur-Fantasien im Sommer hinein und es wird mit Sicherheit auch so kommen.

00:03:11: nur eine größere Korreaktur und vielleicht ein Aktiencrash ist trotz alledem nicht zu sehen.

00:03:20: warum nun Zu einem Aktiencrash gehört immer noch dazu, dass es eine Alternative gibt.

00:03:27: Also eine andere Anlageklasse die mittel- bis langfristig interessanter erscheint als die Aktienseite und das wäre der Anleihemarkt.

00:03:38: Nur der Anleihemarkt ist dann interessant wenn wir eine längere Zinssenkungsperiode bekommen würden Und die ist wie ich gerade eben auch erwähnt habe durch ihr durch Zinssteigerungen völlig ausgebremst, völlig blockiert.

00:03:52: Das heißt ja trotz aller Korrektur-Fantasien die wir jetzt für den Sommer haben könnten bleibt es wohl dabei.

00:03:59: an Aktien geht auch im Jahr zwanzig sechsundzwanzig nichts

00:04:02: vorbei.

00:04:03: Nun haben wir gerade aktuell gehört dass die Arbeitsmarktzahlen aus den USA sehr fest sehr positiv sind.

00:04:12: das heißt da haben wir im Endeffekt ein Indikator der dafür sorgen könnte dass eher die Zinsen steigen als Fall richtig.

00:04:19: Das ist absolut richtig, absolut korrekt.

00:04:20: Das ist genau diese Gemengelage von der ich spreche.

00:04:23: Da hast du natürlich... das ist ja immer so.

00:04:26: die Menschen schauen ja meistens nur auf einen Sachverhalter oder auf einen Dikator und es ist immer die sogenannte Gemengelaage.

00:04:33: also fasse ich mal kurz zusammen Wenn der Aktienmarkt weiter steigen soll dann braucht er die Politik des leichten Geldes.

00:04:41: Also Geldmengenvermehrung niedrige Zinsen Vielleicht sogar online Käufe wieder der USA und das alles sehen wir im Moment nicht.

00:04:53: Durch den Ölpreisanstieg, und das ist einer der ganz wichtigen Indikatoren im Moment haben mir einen Inflationsanstieg.

00:04:59: Das heißt, dass erste Mandat der Federal Reserve nämlich die Preisstabilität ist hier damit gefährdet.

00:05:09: Und jetzt wird das noch unterstützt durch gute Arbeitsmarktzahlen.

00:05:11: Das ist nämlich das zweite Mandat, das Zweite Mandat heißt Vollbeschäftigung und es haben wir letzte Woche neue Arbeitsmarkdaten bekommen die sogenannten Non-Farm Payrolls.

00:05:21: Die waren deutlich positiver als vorher gesagt.

00:05:24: wieder ein Signal dafür dass es eher Zinsanhebungen gibt als Zinssenkungen.

00:05:30: also das ist die Gemengelage die nicht für eine leichter oder lockerere Geldpolitik spricht.

00:05:37: ja dann kam auch noch zusätzlich aus den USA so ein paar kleine Stimmen.

00:05:42: Die ersten Stimmen kamen von der Aktiengesellschaft Broadcom, die fantastische Zahlen berichtet haben aber in der Vorschau dann schon etwas gebremst haben und gesagt haben also so wird es wahrscheinlich nicht weitergehen.

00:05:55: wir müssen mit ja mit schwächeren Zahlen in Zukunft rechnen.

00:06:00: Die Aktie wurde dann nachbörsig dann deutlich abverkauft.

00:06:04: Dann gab es Aussagen von Antrophic, die gesagt haben lasst uns doch mal in der KI Entwicklung eine Pause machen.

00:06:12: So nach dem Motto lass uns doch den Anwendern die Chance geben in der Geschwindigkeitsentwicklung teilzunehmen.

00:06:20: und die Entwicklung ist einfach unglaublich rasant, unglaublich schnell.

00:06:24: also auch hier so ein klein bisschen zurückroulern.

00:06:29: und dann gibt es dieses große Damokleschwert, was über dem Markt schwebt.

00:06:33: Und das ist diese großen CapEx-Investitionen die wir haben.

00:06:39: Das heißt, was sind CapEx Investitionen?

00:06:42: Das heißt man investiert in Hyperscaler, sechshundertfünfzig Milliarden in große Rechenzentren.

00:06:49: Wir haben schon im Januar diesen Jahres gesagt wenn hier das Narrativ entstehen würde dass Unternehmen klein wenig zurückrudern und sagen, das rechnet sich doch nicht.

00:07:02: Die angestrebten zehn Prozent Gewinne aus den Investitionen heraus, die schaffen wir wohl doch nicht.

00:07:09: Wir werden unsere Investitionsstücke zurückfahren.

00:07:12: Das könnte ein echter Dämpfer sein für die Märkte.

00:07:16: Aber noch mal!

00:07:18: Die Gemengelage ist im Moment etwas gedämpft.

00:07:21: Das heißt, wir müssen mit Korrekturen im Sommer rechnen.

00:07:24: Was aber allzu gesund ist, das möchte ich an der Stelle noch mal sagen, die Märkte sind einfach zu gut gelaufen.

00:07:30: So ein kleiner Bereich der Gewinnmitnahmen und so eine kleine Korrekturphase, die vielleicht sogar gute Einstiegsmöglichkeiten wieder gibt.

00:07:38: Die ist durchaus denkbar für den Sommer und aus meiner Sicht allzu

00:07:43: gesund.".

00:07:44: Das Thema Strategien interessiert mich natürlich immer besonders wenn ich mir den MSCI World anschaue.

00:07:51: Jahrzehnte gefühlt war die Gewichtung der USA immer bei so fünfzig Prozent um und bei Die ist mal gut auf siebzig Prozent Gewichtung angewachsen.

00:08:01: Würdest du deine Strategie im Blick auf dieses Jahr, auf den Sommer auch so sehen dass du seventy Prozent deines Vermögens in den USA positionieren würdest?

00:08:11: Also ich privat als Mario Künzel definitiv ja.

00:08:15: das ist aber jetzt nicht... Ich bin nicht repräsentativ für das was wir bei D&E machen weil man muss zwei Dinge beachten.

00:08:21: der erste Punkt Gehe dahin, wo die Gewinnentwicklung mit der Umsatzentwicklung standhalten kann.

00:08:28: Und das ist tatsächlich in den USA.

00:08:30: Wir sehen uns, wir nehmen die unglaubliche Umsatz-Entwicklungen haben aber auch gleichzeitig eine große Korrelation also eine Gleichlauf stattfindet.

00:08:41: zur Gewinn-Entwickelung Teilweise sind die Gewinnenentwicklungen sogar schneller als die Umsatze Entwicklung.

00:08:45: Also tolle Voraussetzungen, die findet man erst in den USA.

00:08:50: Aber es gibt natürlich auch Immer wieder das Währungsrisiko, das spricht im Moment leider auch für europäische Investoren.

00:08:59: Der Dollar wird nämlich gerade stärker.

00:09:01: Das heißt die amerikanischen Investitionen kriegen nochmal Rückenwind durch einen stärker werdenden Dollar also zusätzliche Rendite wenn man so möchte von der Währungseite her.

00:09:14: Das spricht alles für die USA.

00:09:15: aber was Europa spricht ist natürlich dass wir hier ein Einheimischer Markt haben Sicherlich jetzt im Moment an Momentum verloren hat, das muss man ehrlich sagen.

00:09:25: Das Momentum was wir für zwanzig-fünfundzwanzig vorausgesagt haben ist eingetreten.

00:09:31: Wir haben aber schon Mitte letzten Jahres ein Stück weit gewarnt davor dass es im Momentum Ende des Jahres auslaufen könnte.

00:09:37: dem war auch so.

00:09:39: So jetzt haben wir da schon wieder

00:09:40: gute

00:09:41: Aktien.

00:09:42: nennst du mal vielleicht eine SAP?

00:09:44: Das soll jetzt keine Anlageempfehlung sein, das ist immer ganz wichtig wenn man solche Titel nennt die sehr abgestraft wurden und jetzt wieder leichter Verholungsbasis sind.

00:09:53: Und wir kennen den europäischen Markt, weil die Europäer sind sehr gut, sind sehr nah an den Unternehmen dran – das sind wir natürlich auch bei den amerikanischen Unternehmen.

00:10:03: aber das spricht wiederum für Europa.

00:10:04: also ich sage mal so größere Gewichtung durchaus in den USA macht durchaus Sinn und aber auch Europa nicht vernachlässigen und das wäre so das Fazit fürs Jahr.

00:10:17: deutlich höhere Gewichtung in den USA.

00:10:19: Mario, du hattest es gerade gesagt, dass deine Einschätzung nicht die Einschätzungen sein sollte oder muss.

00:10:25: was DJE als Empfehlung ausspricht für das Haus Patriarche und die Dachfunksverwaltung.

00:10:32: Die verwaltet von deinem Kollegen Marc Warbach der ja aber gehe ich mal davon aus Zugriff auf deine Erkenntnisse und Erfahrung hat und sich dort auch praktisch für die Strategien informieren kann ist richtig

00:10:45: Absolut richtig.

00:10:46: Also natürlich, Mark Warbach greift natürlich auf die Hausmeinung komplett zu und die Haus Meinung ist ja... Das ist ganz wichtig Martin an der Stelle nochmal zu erwähnen Die DLE steht dafür ein gutes Risiko-Altragsverhältnis Und deswegen ist es auch so toll, dass die Aktien noch alle laufen.

00:11:01: in den USA gibt's doch die eine oder andere, die sehr volatil sind.

00:11:06: Wenn du dann schon mal nachbörselig zwanzig, fünfundzwanzig Prozent Einbruch hast bei einem Unternehmen was gute Zahlen liefert Und da gibt es einige Beispiele in der letzten Berichtssaison.

00:11:19: Dann musst du schon als DOE auch mal sagen, wir müssen nicht jeden Titel mit drin haben, der so latil ist weil wir wollen für die Kunden ja eine gute Rendite erwirtschaften aber und das ist das Entscheidende ein gutes Risiko Ertragsverhältnisse erwirtschaftend also ein moderates Risiko und trotzdem guter Rendite Chancen nutzen.

00:11:38: Das sind so die Maxime, die wir im Unternehmen haben dieser Vision des Unternehmens und auf diesen Datenbanken, die wir haben.

00:11:46: Auf diese greift natürlich Margot Brach komplett zu.

00:11:49: Somit dass die zwanzigjährigen Erfahrungen und hervorragenden Performance der Form-Vermögensverwaltung von Patriarch auch weitergeführt werden können.

00:11:57: Mario ich danke dir ganz herzlich für deine Zeit!

00:12:00: Und meine Damen und Herren, ich danke Ihnen das Sie hier zugehört haben.

00:12:04: Ich freue mich auf einen nächsten PPP Patriarch Power Podcast Im nächsten Monat.

00:12:12: Ganz ganz lieben Dank, bis bald!

00:12:14: Tschüss Keine Empfehlungen.

00:12:46: Sie stellen keine Anlageberatung dar und ersetzen auch keine Anlageberatungen.

00:12:51: Angaben zu historischen Wertentwicklungen sind kein Indikator für zukünftige Wertentwirkungen.

00:12:56: Der Wert jedes Investments kann sinken oder steigen, und sie erhalten möglicherweise nicht den investierten Geldbetrag zurück!

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